Ein ungewöhnliches Leben oder:

Wenn schon, denn schon

 

 Das Sein.                                                       29.02.2016

 

 

 

ES ist.

 

Ist.

 

 

 

…und man kann es immer jemanden schicken; über den Katzenkanal.

 

Dazu nimmt man das „istigste“ Gefühl des Moments, füge es zu einer Gedankenbewegung zusammen  aus Geruch, Geschmack, dem blauen Himmel und allem, was man hat in der Millisekunde des Moments und schubse es zum Eingang des Katzenkanals ( einfach benutzen) da irgendwo über der linken oder rechten Schulter.

 

Fertig.

 

Schon durchfährt den Empfänger ein wohliges Gefühl und dem Sender oft auch nochmal, weil man weiß, dass man Kontakt hat in diesem Moment.

 

Einfach tun.

 

Danke.

 

Foto: Claus Debold   Hot Spring, Nevada, USA


Entschleunigung                                                                                                                                           9.März 20016

 

Wir sitzen in einem Zug, der auf der Strecke dahin rast und schauen aus dem Fenster. Dabei huscht für einen Moment der Anblick eines kleinen Sees vorbei, an dessen Uferwiese eine schattige Birke steht und einige Zweige machen Schattenspiele auf dem Wasser. Ein schmaler Schilfgürtel rahmt den See auf der anderen Seite ein und ein weißer Reiher steht wie angeschraubt im flachen Wasser mit unendlicher Geduld; bereit den Fisch zu speeren, den er vielleicht schon seit Minuten beobachtet.

 

Obwohl wir diese Szene nur wenige Sekunden aufnehmen konnten, haben wir doch alle Details erfasst –einige ergänzt aus Erinnerungen, andere dem Wunschdenken entspringend.

 

Wir würden uns nämlich in diesem Moment wünschen, an diesem See zu sitzen, uns von der Sonne bescheinen lassen und vielleicht erleben, ob der Reiher seinen Fisch kriegt oder nicht. Jedenfalls würden wir die Stille aufnehmen und die Ruhe, die der See ausstrahlt. Durchatmen und loslassen und sei es nur für einen Moment.

 

Aber wir sitzen ja in diesem Zug, den wir nicht verlassen können und selbst wenn wir wollten, nicht verlassen könnten. Unsere Verpflichtungen nageln uns hier fest. Wir müssen am Ziel ankommen; nichts anderes zählt. Keine Ausreden helfen ohne das Risiko von Einbußen. Auferlegt von uns selbst, weil wir unsere Lebenszeit verkauft haben für Geld und vielleicht auch ein Quäntchen Macht und wir nicht mehr rauskommen. Wir haben uns verpflichtet, sie zu nutzen, um Zahlungen und  Arbeiten dafür zu geben.

 

Jeder, der spontan an den kleinen See will, trägt das Risiko, rauszufallen aus dem Sozialraster der Verkauften und mit einem prallen Sack an Freiheit, aber vielleicht ohne Geld da zustehen.

 

Ich habe die Notbremse gezogen, den See gewählt. Es war ein ganzes Stück zurück zu laufen, aber jetzt bin ich da und sehe, dass ich gar nicht brauche, was ich scheinbar verloren habe.

 

Der Reiher hat seinen Fisch gekriegt.

Foto: Ilona Felsch


Zeitreise                                                                               

04.11.16

 

 

 

Im Laufe eines Lebens sammeln sich bei jedem Menschen Dinge an, die  ihre Existenz verschiedensten Gründen verdanken.

 

In meine Fall handelte es sich um einen zerschlissenen Karton beachtlicher Größe, der im Schuppen meiner Ex Partnerin wartete, mich in meinem Innersten zu erschüttern.

 

Da ich hier am Ausgang meines Lebens stehe und dieser Karton da aus meiner frühen Lebensmitte stammt und seit dem immer wieder –mit Additionen zur Urfüllung- in Unterständen landete, war ich ausnehmend gespannt, was da drin ist.

 

Mengen von Fotos. Viele davon tot geglaubt, stellte sich diese Pappbox als Zeitkapsel heraus und beinhaltete etwa 30 Disketten 3,5“ aus den Jahren 1986/87.

 

Mein Gott, seit langem gehen mir Kurzgeschichten durch den Kopf, die ich auf meinem Atari St geschrieben und auf solche Disketten abgespeichert hatte. Ich hatte einen kompletten Satz davon in Print, verlor diese aber im Laufe der Zeit. Nun hatte ich eine Chance, sie wieder zu finden. Vielleicht.

 

Mein Besuch aus Canada (hauptberuflich Computer Nerd) brachte (nach Anfrage) ein externes Floppy Laufwerk mir und ich machte mich an die Arbeit.

 

Kurz gesagt: Alle, bis auf Zwei machten keinen Mucks. Auf der einen sind ein paar Fotos mit vollen 320 Kb (Muuahhhah) drauf und auf der andern sowas wie Word files. 5 Files drauf. Also schon mal nicht meine Geschichten, aber:  Eine Zeitreise

 

 

Mir laufen die Tränen runter, ich bin emotional am exlodieren; ich kann es nicht glauben, dass ich mir aus dem damaligen "Jetzt" " das heutige Jetzt"  anschauen darf:

 

Ich lese eine Art Poem (so wie die paar hier im Katzenkanal), das ich auf die Woche genau vor 40 Jahren geschrieben habe. Ich sehe und fühle mich wieder im Jahr 1987, wo ich meine Reise vorbereitete und so vieles anderen seine Wichtigkeiten hatte, an meinem Computer sitzen  und schreiben.  (um das Kommende zu verstehen, muss ich jetzt erwähnen, dass ich seit damals 100% schwerbehindert bin, Krebs hatte und Schmerzen, die bis heute nicht los bin).

 

Ich schaute in die Vergangenheit, spekulierte über der den Sinn des Lebens und fasste einen Entschluß, dessen Tun allein mich bis heute am Leben gehalten hat.

 

Ich musste das Folgende korrigieren, weil bei Word für Umlaute und Zeichen Avatare stehen, die es scheinen lässt, als hätte ein dilletantischer Geheimdienst daran geübt.

 

 

 

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 1copyright by:CLAUS Debold

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 Poem von 1987

 

 

Es gibt solche und Solche

 Unter den Menschen.

 Das sowieso!

 

Aber unter denen gibt es die,

die in Harmonie

 mit ihrem Körperleben

 

Und die anderen.

 Zu denen gehöre ich.

 Warum auch nicht?

 

Die Achsschenkelbolzen meines vor-

 Letzten Wagens  waren ausgeschlagen.

 Er war alt aber glücklich.

 

Ich habe ihn gefragt damals.

 Ich habe auch mich gefragt.

 Bist DU‑glücklich? Kannst DU leben mit DIR?

 

Ich habe ja gesagt. Jaaa.

 Dann haben wir uns neu kennengelernt-

 Mein Körper und ich.

 

Der Prozess läuft noch und

 Wird immer laufen.

 Fluß des Lebens.

 

Individuell angelegtes Spiel, oder nicht?

 Spieler und Spielstein zugleich

 -sind wir doch alle.

 

Darum bestimme ich

 Nur für mich

 -Freiheit-

 

FREIHEIT ist das Bestimmen.

 ‑‑‑‑‑‑‑‑‑Ist das Tun.

 ‑‑‑‑‑‑‑‑‑Ist Life.

 

Darum, Mitmensch -hochverehrter

 Spezialist, lieber Doktor

 Machen wir es so:

 

Ich als der Besitzer meines Körpers

 Verwalte ihn selbst

 ...und lebe mit mir.

 

 Einfach so.

 

 

 

 

Es dürfte selten vorkommen, dass einem der Weg so klar gezeigt wird. Es ist wie ein Google Geo tag auf der Ebene des Katzenkanals. Was ich damals bestimmte, ohne mir im mindesten vorstellen zu können, was die Zukunft für mich beinhaltet, ist eingetroffen. Ich bin heute der, von dem ich damals glaubte, er schon zu sein. Aus heutiger Sicht -nach Milliarden von Erfahrungen mehr und der Sicht eines Menschen, der seinen Körper mit aller Kraft solange bewohnt, bis er sein Schicksal erfüllt hat, hätte ich mich nicht anders entschieden.

Ich habe damals mit dieser Ansage das Maß des Vertrauens bestimmt und bin kaiserlich belohnt worden.

Foto: Claus Debold


 

 

Wahnsinns Zeit                                                                                                                                                  Dez. 2015

 

Wann sind sie -lieber Mitmensch- zuletzt mal herausgetreten aus dem Fluss ihrer Lebenszeit und haben sie sich angeschaut, was sie da wirklich so dahinleben?

Haben sie bemerkt, dass sie -wenn sie nicht am Computer die Zeit verspielen- oft genug vor dem "Fern-Seher" saßen und sich dort die unwiederbringliche Lebenszeit stehlen lassen?

Fühlen sie Unbehagen, noch nicht die bahnbrechende Innovation, die unausweichliche, gekauft zu haben? Die neuesten Wächter ihrer Entsorgungsstation des gegessenen Essens, die mit den vier blauen Super-kugeln; der dreihundert siebzigsten Neuerfindung der Klosteine?

Oder die weltumspannende, kostenpflichtige, technische, gigantische Austauschstation (ganz sicher eine in ihrer Nähe), die propagiert, Geiz sei geil und die ihnen gerne das neueste Modell des Geräts, das eben zum Jahrestag seines Kaufs vorprogrammiert, den Geist aufgegeben (den es niemals-) hatte -gegen Gebühr auszutauschen?

 

Die Pille, die es doppelt so schnell macht -haben sie doch sicher schon verinnerlicht -denn wenn nicht, müsste den Pharmas ja was ausgekommen sein. Kopfweh weg in der halben Zeit. Ich bitte sie! Merken sie sich das. Die Konzerne sind sehr erbost über sie, wenn sie nicht hinschauen. Sie verursachen leere Kosten und stellen sie sich vor, sie wären der drei milliardste Chemo-Gourmet und würden die lebenslange, kostenfreie Versorgung mit dem Artikel nicht (!) bekommen, nur weil sie nicht geschaut haben!

So. Und das ganze gegen Sieben, wenn sie grad so runterkommen und ganz sicher friedlich mit ihrer Familie beim Abendessen sind.

Sie haben da nicht geschaut? Macht nichts. denn sie können es gar nicht  verpassen;  es kommt ja alle zwanzig Minuten.

 

Anstatt:

Nehmen sie ihr Fahrrad und radeln sie solange, bis der Lärmpegel unter 60 db ist und wenn sie jetzt sagen, sie wüssten nicht, was 60 db sind,  dann muss ich annehmen, sie haben ihr Handy (kommt von dem englischen Wort "cell phone". woraus sich ableitet: "...mit der Hand verwachsen sein...) noch nicht ausreichend erforscht.

 

Im Notfall tun es auch die Ohren, auch wenn es nur natural "3D, UHD, Dolby" ist, was sie da umgibt. Dann nehmen sie einen tiefen Atemzug (ich hoffe für sie, dass Jasmin in der Nähe wächst), schöpfen sich eine tiefe Nase aus den Millionen von Geruchsmolekülen und wenn sie dann die Arme emporstrecken und den feinen, warmen Luftzug spüren und die Sonne im Gesicht, dann fangen sie wieder an zu leben. So, wie uns die Evolution ausgestattet hat dafür.

 

Wir haben die Macht des Einzelwesens, über unsere Parameter selbst zu bestimmen (im weitesten Sinn und mit Restriktionen).

Wir entscheiden, welche die wirkliche Welt ist und wenn wir, die übersättigten Bewohner derselben das unseren Kindern auch vermitteln können, dann erst wird es sich wieder zum Guten wenden und wir können uns freuen, wenn wir an die Zukunft denken, anstatt diese unbestimmte, innere Furcht zu spüren.

Auch ein regennasses T Shirt ist spürbarer Ausdruck des Moments und Liebe -sowieso.

Foto: Ilona Felsch   "Kissing Lips" im Urwald von Belize.


 

 

Die Expression  Oder der Glaube an die Kontrolle                                                                                 16.04.16

 

 

Haben wir die Kontrolle, wenn wir „nach draußen“ kommunizieren?

Wir denken gerne so, aber in Wirklichkeit jonglieren wir mit dem Mix von Wörtern die sich automatisch –während des Aussprechens-zu Sätzen formen, die meist sogar verständlich sind; setzen Mimik, Gestik und die persönlich Sphäre ein und das alles, ohne auch nur ein Quäntchen davon vorzuformen (sofern man kein Politiker ist) und sind immer überzeugt, wir hätten die volle Kontrolle darüber.

Haben wir nicht !

Wir „surfen“ mit diesen Formen durch´s Leben und hinterfragen nur selten, wie das alles so geht. Im Idealfall hat es die Leichtigkeit von Felsenlaufen, wo man sich zu hundert Prozent vertrauen muß. Es ist ein Fluß.

Je tiefer man hinterfragt, desto wunderbarer (im Wortsinn) wird es.

 

Einverstanden also, wenn ich jetzt mal hier mal so behaupte?

 

Weil, daraus ergibt sich eine Antwort für vieles, wofür wir eigentlich keine haben (weil wir es nicht beweisen können).

„Katzenkanal“, Intuition, Inspiration, Ahnung, Eingebung, Gefühle. All das sind die unerklärten, aber trotzdem vorhandenen Erscheinungsformen des „Ich“ und darum auch nicht esoterisch, sondern sehr real.

Darum gebe ich viel auf meinen „Katzenkanal“ und darf sagen, dass es die Zeichen am Wegesrand sind, die daher kommen und ins Bewusstsein einsickern; dort Felder bilden, die als Vor-läufer der kommenden Realität fungieren. Wünsche –dort deponiert und viel besucht- werden oft sehr schnell real.

 

So, in dem Modus werde ich meine zwei Zettel auch betrachten.

Katzenkanalzettel                                                                

 

 

Ich hab sie gerade gefunden auf dem Schreibtisch, wo sie  irgendwo unten drin lagen.

 

Bewusst.

Be-wusst sein ~

Be-wusst (wissen) –heit

~ ist der höhere Zustand des Egos.

Im Bewusst-sein entsteht die Bewusst-heit.

Diese Bewusst-heit ist die Kreation, die zeitlos ist und daher immer existiert.

 

 

Die Logik ist die Grundlage der Schöpfung und macht diese erst möglich.

Die Emotionen machen die Vielfalt, welche aus der Schöpfung eine Kreation zaubert.

 

 

 

 


Paradies  1                                                                                  18.04.2016

 

 

 

Man kann nicht die Analyse einer Situation betreiben und gleichzeitig blindes Vertrauen in sie haben.

 

Es gibt sehr alte Überlieferungen, die aus Respekt für die „Geber“ über viele Jahrtausende weitergegeben und irgendwann auch in schriftlicher Form erhalten wurden.

 

Als Beispiel nehme ich das Alte Testament und daraus die „Vertreibung aus dem Paradies..“  Der Mensch lebte in dieser Zeit in der absoluten „Jetzt“ – Zeit; er hatte keine Zweifel, keine Fragen und lebte wie eine glückliche Katze in der Sonne. im Hier und Jetzt.

 

Neulich habe ich einen Bericht gesehen über einen Wissenschaftler, der sich schon seit zwanzig Jahren mit Hühnern beschäftigt und er hatte zu seiner Freude herausgefunden, dass im Dotter eines frisch befruchteten Eis an einer unspezifischen Stelle eine mikrofeine Schwingung entstanden war. Nach einiger Zeit sammelten sich genau da einige Zellen, die dann das Herz formten. Um dieses herum bildete sich schließlich der ganze Körper mit allen Organen.

Nach diesem Muster schleicht sich auch die Unzufriedenheit in unser Inneres und wir beginnen, das Paradies umzubauen, zu „verbessern“

 

Ich habe schon Wochen lang auf einem traumhaften Fleck gelebt da draußen in der Welt und immer wieder hat mich so ein inneres „Schieben“ von dort  weiter geschickt. Es scheint egal zu sein, wie lange man im Zustand  der Glückseligkeit lebt, irgendwann setzt diese kleine Frequenz ein im Innersten, das einen fragen lässt, ob man nicht woanders was verpasst oder ob es nicht noch schöner geht.

 

Der (Die) Macher der Schöpfung lassen hier ein gewaltiges Experiment laufen. Einerseits geben sie uns die wunderbarste, schönste, ausgefallenste einzigartige aller ihrer Schöpfungen genau wissend, dass sie uns auch den Zerstörer mit eingebaut haben für immer und ewig.

Wir folgen diesem Prickeln. Chaos (wo die Götter ihre Werkstatt haben)  finden wir, werden aber nie lernen, es zu meistern.

Weil sie uns gegenüber überwiegend wohlwollend eingestellt sind, gaben sie den Urvätern der Vorfahren eben diese Geschichten. Sie sind –richtig verstanden- als Allegorien zur Handhabung unserer Wirklichkeit gedacht. Es ist unser Schicksal, das Perfekte zu zerstören, dass wir es uns aus der Analyse der  „Trümmer“ wenigstens wieder vorstellen können.

 

 

Ach, hätten wir doch bloß nie den Schraubenzieher erfunden.

 

Foto:  Benedikt Rieger


Paradies 2

                                                                                          

 

 

 

 

Ein Folgegedanke bietet sich an -eingedenk der Bibelbeschreibungen im alten Testament, wo sich der Eindruck aufdrängt, dass da ein halbstarker Gott wütet, der eine kräftige Psychose hat und ernste Probleme mir seinem Selbstwertgefühl. Derselbe Gott oder ein anderer aus der selben Gang hat sich in anderen Religionen ebenfalls verewigt, indem sie die Menschen damals mit Druck und Zwang dazu bringen wollte, sie zu lobpreisen mit den Mitteln der geistigen und körperlichen Folter.

Es ist, als würde man seinen Hund anschreien und züchtigen, nur weil man seinen Respekt erringen will um jeden Preis. 

Aber heutzutage haben wir sie ja durchschaut und sie selber scheinen sie es auch eingesehen zu haben.

 

Wenn ich meine Gedanken frei fliegen lasse, ist es mir nicht mehr sehr fremd zu denken, dass es (ja, wo sind sie denn?) "Schöpferkasten" gibt in denselben Rastern wie es auch Menschenschläge gibt. Sie gaben der perfekten Kulisse der evolutionären Natur den Joker: Der Joker hat Atribute in sich, die im Universum ziemlich rar sind und durch den Menschen dargestellt, zum Konterpart der Perfektion werden.

 

 

Die nachfolgende "Kaste" war jene, welche die Samen brachte, die uns die Liebe lehrte. Im Beginn waren alle überwältigt von der Liebe, denn da waren ganze Kontinente von Platz in den Herzen der Leute und sie fingen an, dieses Gefühl in der Welt zu verbreiten.Aber wie alles hier korrodierte der Jesus-, Mohamed-; Bhudda-zweig und so war es mit allen anderen auch.

Jin und Yang sind die Symbole für den Kontrast, der- im positiven angewendet, uns weiterbringt auf dem Weg, auf dem uns Yang andauernd stolpern und innehalten lässt: Dem inneren Frieden, der umfassenden Liebe und den tiefen Respekt vor der perfekten Schöpfung zu finden und zu behalten heißt: Dem Jin-Weg zu folgen. 

Ich möchte nicht aufhören, täglich zustaunen und mich zu erfreuen, Dank zu fühlen zu der Kraft hin, die hinter all dem steht (es umschließt).

 

Sie muss so unglaublich komplex sein, die Gestalt des Seins. Den besten Eindruck bekomme ich, wenn ich dort hinein fühle, wo es herkommt; mich vorsichtig vortaste, denn es ist so unglaublich stark. Es bleibt gar nichts anderes übrig als Demut zu empfinden und Dank, darin sein "Spiel" zu absolvieren zu dürfen.

Und tiefe Scham über das, wie wir diese Welt behandeln.

Ja.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Parfüm Flacon aus Bernstein


­­­Worum es geht:                                                                                                                    Jan. 2016                                                                                                                                                                 

 

Es gibt zwei Arten zu denken:

Die Gedanken formen sich oder…

…ich forme die Gedanken.

 

Die erstere Art nenne ich den „Katzenkanal“. Den Ausdruck benutze ich für alle Ein-Drücke, die sich von selbst formen und die genauso mysteriös daherkommen wie der Blick einer aufmerksamen Katze, von der man spürt, dass sie gerade eine Erkenntnis erlangt hat.

Ich werde versuchen, mich vorwiegend in der Gegend des Katzenkanals zu bewegen mit meinen Äußerungen, aber alle Erzählungen sind durch mein Denken subjektiv geformt und Teil meiner eigenen Erfahrung oder  Beobachtung.

 

Daneben und um uns herum gibt es noch die heutzutage gebräuchlichste Art:   Man lässt Denken! 

Deshalb schreibe ich hier: Ich halte es nicht mehr aus, kann es nicht mehr sehen und hinnehmen: Es ist der Niedergang !  Tv, Werbung, Presse, Politik, Kirchen: Alle sind sie interessiert daran, den Einzelnen dumm zu halten; ihn formbar zu machen, um die eigene Macht zu manifestieren; ihn zu verunsichern, damit er nicht selbst denkt, sondern laut nach den Institutionen schreit, damit sie ihn beschützen und seinen Wohlstand sichern. Sie sehen nicht, dass ihr Käfig nicht  mal mehr golden ist, sondern immer mehr rostet, bis er nicht mehr haltbar ist und durchbricht. Dann wachen die Millionen und Abermillionen von Menschen auf einmal gezwungenermaßen auf –in einem Albtraum, der mit ihrem früheren Leben nichts mehr gemeinsam hat. Während die Verursacher, die Lichtgeschwindigkeitsmilliadäre auf ihre Inseln verschwinden und unerreichbar den Restsauerstoff atmen.

Ja, es klingt übertrieben.

Aber nur, weil es morgen noch nicht  sein wird. Wäre es so, würde es die Tagesschau schon gebracht haben, aber Übermorgen…dafür lege ich meine Hand nicht ins Feuer.

Wenn er kommt, kommt er schnell und vielseitig, der Niedergang.

 

Kommt er aber doch nicht, wird alles nur schlimmer, weil dann eine radikale Änderung noch unwahrscheinlicher wird. Oder glaubt tatsächlich jemand, dass die Multis plötzlich auf ihre Börsengewinne verzichten (dürfen)? Die Superreichen Patenschaften übernehmen für Asylanten, Völkerwanderer und andere, arme Menschen? Dass die Konzerne plötzlich nachhaltige Dinge bauen mit 10 Jahren Garantie? Dass wir  auf einmal Hühner essen, die auf Wiesen gefangen werden und nicht aus Schachteln gezaubert? Milch ohne Antibiotika, Trinkwasser ohne Chemie, Blei und Altöl? Regen, der süß schmeckt und nicht sauer? Urvölker, deren Weisheit wir versuchen umzusetzen in der Welt, weil sie sich schon bewiesen haben seit tausenden von Jahren, anstatt sie auszurotten, weil sie die letzten Primär-bäume dieser Welt erfolglos beschützen wollen? Die tausende von Tiergattungen, die aussterben, weil sie in unserem Müll untergehen, im großen Öl-leck jämmerlich ersaufen oder lebend ihre Flossen verlieren, weil ein paar Perverse eine leere Suppe daraus machen??

 

Nachdem ich jetzt selber eine Gänsehaut bekommen habe, weil es ja wahr ist, möchte ich aber sagen, dass es Licht gibt. Es nimmt zu. Es werden mehr und mehr Menschen, die es anders haben wollen und eine Menge dafür tun.  

Wenn es wieder mal zu viel wird mit den negativen Ereignissen und man sehenden Auges mitkriegt, dass „sie“ einen wieder mal belügen und betrügen; Steuergelder in Milliardenhöhe verschludern; sich selbst bereichern und uns –trotz  klarer Beweislage- in´s Gesicht lügen, dann… ja dann überkommt mich manchmal das Gefühl, jetzt müsste ein Blitz einschlagen und diese ganze Bagage auslöschen (ich meine damit nicht die ferngesteuerten Obamablitze, sondern die einer Gottheit, der, wenn es sie gibt, ja leider konstruktionsbedingt ein mit sich selbst abgeschlossener Nichteinmischungspakt  die Einmischung untersagt).

 

Ich komme schon gleich auf die positiven Werte, die zu pflegen und zu entwickeln sind, aber ein bisschen muss ich noch rumstochern in den Mechanismen unserer „Geiz ist Geil“ Gesellschaft.

Gerade kriege ich mit, wie sich unsere Regierung für Gleichheit einsetzt: Girokonto für jedermann! Hört, hört. Ist, das, damit auch noch der ärmste Homeless sein Bettelgeld zinsbringend anlegen kann? Damit er sich nicht ausgeschlossen fühlt von der Gesellschaft? Ist das ein Schritt, auch noch jeden Harz 4 Betroffenen zu einem zinsgünstigen Dispokredit zu verhelfen?  Leider nicht. Es ist die Vorstufe und Voraussetzung dafür, das Bargeld abzuschaffen!! Kein Bargeld –keine Schwarzarbeit, kein Schwarzgeld, keine Hintertüren. Totale Kontrolle. Der PA wird zusammen mit Führerschein und Kreditkarte zu einem voll digitalen Monster verschweißt, das nicht nur der Staat, sondern auch den Multis die volle Einsicht in den sowieso schon gläsernen Bürger gibt. Flohmarkt mit Paypal. Zahlen mit Handy (wie schick ist das denn…). Bezahlen wird zum rein fiktiven Vorgang und da niemand mehr physikalisches Geld in der Hand hat, zum unkontrollierbaren Mechanismus.

So, jetzt reicht’s aber für eine Weile. Bin schon still mit Schimpfen.

 

Ich habe in Deutschland drei Freunde und vier bis fünf Kumpels und –Kumpelinen von denen ich sagen kann, sie leben, was sie hoffen für die Zukunft. Im Ausland habe ich nochmal ein paar Dutzend –verteilt über einen großen Kontinent, bei denen ich auch weiß, dass sie ihr Umfeld schätzen und nicht vergewaltigen. Dass sie aktiv sind und wach, skeptisch gegenüber allen Pauschalversprechungen und Plänen, die von den Quellen kommen, die zur gleichen Zeit das Gegenteil durchziehen. Sie –wir- machen unsere eigenen Pfade. Das Geheimnis zum Erfolg ist, es einfach zu tun. Es den Kindern vorzuleben, es friedlich und ohne Zwang leben. Respekt ist der Name der Glaubwürdigkeit. Liebe und Freigiebigkeit die Scheinwerfer in Land des Geizes. Offenheit eliminiert die Notwendigkeit zu lügen.

 

Man kann es nicht verlangen oder erzwingen. Die nachhaltige Lebensweise kommt durch das Tun. Niemand macht es für einen, wenn man es nicht selber macht. Willst du es schön haben, mache es dir schön. Willst du Frieden, gib ihn.

Ich weiß: Nichts Neues unter der Sonne, was da so steht. Nur: Jetzt liegt es dermaßen an wie noch nie zuvor!!! Noch nie vorher war die Welt ein einziger Kuchen, an dem jeder Hirntote rum schneiden und sie vernichten konnte.

Foto: Claus Debold  Laguna Azul, Qu. Roo, Mexico


Suizid                                                                                                12.04.2016

Erst kürzlich wurde dem legalen Suizid in Deutschland der Riegel vorgeschoben, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung der Meinung ist, es gehe niemanden etwas an, was einer mit seinem Leben macht.

 

Man könnte jetzt hergehen und vermuten, dass wieder mal die Multis dahinter stecken, weil es dann ja einen Konsumenten weniger gibt; in dem Fall aber denke ich, das ist eine falsche Annahme.

 

Richtiger dürfte der Fakt sein, dass die katholischen Kirche dahintersteckt, weil das die einzige, große Religion in Europa ist, die seit Jahrhunderten die Hölle eingeführt hat. Haben die Untertanen damals nicht gespurt, kamen sie in die Hölle. Wer sich umbrachte, der kam auch in die Hölle, aber in eine Spezialabteilung, wo Satan persönlich mit seinem Designberater H.Bosch das Sagen hatte –und wer wollte da schon hin. Keiner fragte sich, woher die Priester eine so genaue Kenntnis der Hölle hatten, aber damals glaubte ja auch keiner, dass man sich die Hölle selbst im Kopf macht.

 

In der Jetzt-Zeit, wo so vieles entmystifiziert zu sein scheint, fragen sich all die Menschen, die an der unsäglichen Unerbittlichkeit der Evolution leiden (der es komplett egal ist, ob sie leiden oder nicht), warum sie da bis zur bitteren Neige durchgehen sollten. Wenn es aber einen Gott gäbe, der es sich nicht nehmen lässt, in jedes Einzelschicksal persönlich einzugreifen, sähe  „ER“ wohl es wohl nötig für mich oder sie, daß wir das ertragen. (dann könnten wir uns für´s Endstadium mit den Gläubigen des Islam zusammentun und zusammen in´s Paradies schweben: Die (männlichen) Islamisten zu den Bodegas und den Huri Paradiesen und die Katholiken nach der anderen Seite, wo der Hosianna wohnt und die weichen Wolken. Einige Wenige sitzen links und rechts von Gott (…und tun was bis zum Ende der Zeit?).

 

Das macht mich glauben, dass alle, die nicht r.k. vorprogrammiert sind, sich Umstände vorstellen könnten, wo sie Suizid begehen (man beachte das Wort: „be-gehen“) könnten , OHNE sich schlecht vorzukommen vor sich selbst. Da liegt der Hase im Pfeffer: Sich nicht schlecht vorkommen vor sich selbst. Das bedingt schon mal, dass man gefunden hat, was das „Selbst“ ist (es schaut immer aus ihren den Augen heraus).

 

Die Gedanken schrecken sicher erst mal zurück, wenn einem dieser Gedanke durch den Kopf schießt, aber man hat offensichtlich einen Grund:

-Die Freundin hat mich verlassen (Wieher, wieher);

-Job verloren, arbeitslos, alles Scheiße (Kicher.. Feldwechsel angesagt);

-Habe Krebs (hab ich auch und lebe immer noch –bis zur letzten Minute- oder haben wir was zu verschenken?);

-Bin unheilbar krank und habe böse Schmerzen: Hol dir das Mittel von der Apotheke (…fragen sie ihren Arzt oder Apotheker…), ruf  deine Freunde, höre schöne Musik und verabschiede dich mit einem Lachen im Gesicht;

-Hat keinen Grund: Keiner kann dich vor der eigenen Ignoranz schützen: Machs einfach und stell dich wieder hinten an.

 

So schaut´s aus.

 

Jetzt habe ich da noch eine Frage an alle, denen ihre Ethik oder der Glaube Suizid verbietet:

 

Wenn es so unglaublich verboten ist, sich vor der Zeit aus diesem Leben zu verabschieden, wie steht´s dann mit der Lebens-Verlängerung??

 

Ist es derselbe Gott, der den 85jährigen noch den Daumen hält bei einer Herztransplantation, die ausdauernde Pflege von „menschlichem Gemüse“ über Jahre gut heißt, die alte Oma mit einem i.V. Morphium steht in der Ecke des dunklen Zimmers –ganz allein, weil er es so will? Der die fürchterliche Hölle für die einen –aber nicht für die anderen geschaffen hat? Oder ist das gar nicht so? Ist die künstliche Lebensverlängerung nicht nur das andere Ende desselben Segens, der das lineare Leben zeitlich limitiert?

 

Ohoh, ich sehe schon ganze Himmelsabteilungen voll mit geistigem Titan, zuckenden Geisterherzschrittmachern und viele mit ewigen Rollatoren durch das Paradies laufen.

 

Ich habe schon seit langem an meine Schutzengel (die hübschen Bilder habe ich mir aus meiner Kindheit bewahrt) den Antrag gerichtet, sie mögen mir doch bitte die Abkürzung zeigen -wenn es mal soweit ist-, wo ich gleich dorthin komme, wo es weiter geht.

 

Und weiter –geht´s.

 

Google Computer "träumt" das Bild                                         ...uns so sieht es im Original aus.


Digitalkultur                                                              01.04.2016

 

 

 

Diese Digitalkultur -sofern man da von Kultur sprechen kann- breitet sich mit einer Radikalität aus, die den Normalbürger schlichtweg atemlos macht. Die Änderungen sind so forciert, dass man nicht mehr zum Nachdenken kommt. Die meisten Entscheidungen werden sowieso in Konferenzen beschlossen, von denen die Öffentlichkeit erst Dann erfährt, wenn es zu spät ist. Der menschliche Wahnsinn bekommt nun seinen finalen Schliff, indem das physikalische Geld abgeschafft wird.

Eine globale „Regenzeit“ steht an und wir investieren alles, was wir haben, quasi in „des Kaisers Neue Kleider“.

Genau das ist der Effekt dieses radikalen Schritts, der von den Gierigen der Global-wirtschaft angestrebt wird. Der gläserne Mensch unter voller Kontrolle. Manipulierbar, dem Unrecht ausgeliefert.

 

Das empfindlichste System in der westlichen Gesellschaft ist das Stromnetz. Es arbeitet heute oft schon im Grenzbereich und wir alle haben schon erlebt, was es bedeutet, zeitweise ohne Strom zu sein. Ich wollte einmal in meiner Stamm Metzgerei mittags eine Wurstsemmel kaufen, aber die Verkäuferin weigerte sich, weil gerade der Strom weg war und sie es nicht in die digitale Kasse einbuchen konnte.

 

Was machen die Menschen, wenn ihr virtuelles Guthaben „gehackt“ wird und auf einmal nicht mehr da ist? Wenn Programmierfehler aus ihrem „Geld“ digitale Makulatur machen? Was, wenn der Strom ausfällt –kurzfristig jetzt schon einmal pro Monat- und langfristig, wenn die überlasteten Trassen zusammenbrechen? Terrorismus seinen Fluss stört? Wenn man mal selbst in irgendeinen Verdacht gerät –vielleicht, weil man in seinen Telefonaten ein Schlüsselwort zu viel verwendet hat- und die Behörden Konto und Karte einfrieren? Das Vodafone Netz war diesen Monat in fast ganz Deutschland für 26 Stunden komplett offline. Wie hätte ich da Einkaufen können?

 

Digitales Geld ist eine Waffe, mit der hunderttausende auf einmal arm werden können; wenn seine Existenz schlicht verleugnet wird oder für Staatsinteressen eingezogen wird? Keiner hat mehr einen Überblick über seine Ausgaben und   Einnahmen. Handy verloren, Geld weg; auch vom (dann überteuerten) Konto. Versicherungen werden kranke Menschen  ablehnen, weil sie alle persönlichen Daten sichtbar mit sich rumtragen. Dafür werden sie von den großen abgezockt und nur gegen höhere Beiträge versichert (oder als Risikofaktor, gar nicht mehr) und man kann nicht mal mehr selber bar zahlen?

Wenn das System dann unumkehrbar etabliert ist, werden die Monopolisten, die es betreiben, die Preise dafür anziehen und man kommt nicht mehr raus.

 

Es gab einmal eine Zeit da haben Menschen wie Fugger oder die Hamburger Händler einen Ersatz  eingeführt, der den direkten Tauschhandel –Ware gegen Ware- überflüssig machte, weil es den Dingen einen Wert zuwies, der auf Papier transportierbar war.

Nun machen sie dieses wieder Papier überflüssig und glauben, wir werden einem unkontrollierbaren Elektronenfluss die Früchte unserer Arbeit anvertrauen, wo es doch schon schwer genug ist, der heutigen Währung zu trauen?

Sicher nicht !  Es wird wieder zum Tauschhandel zurückführen, denn wenn ich beispielsweise mein Haus verkaufe, möchte ich etwas Handfesteres haben als digitale Nummern, die ich weder anschauen noch physikalisch besitzen kann. Was ist, wenn dieser ganze global gewinnoptimierte und total kontrollierte Wahnsinn kollidiert zwecks Platzierung einer EMP über unserem schönen Land? Genug Verrückte Despoten gibt es ja zur Genüge.

Wollen wir das wirklich?

 

Wenn nicht, bitte macht einfach nicht mit.

Wie sollte Alfonso im Urwald von Belize einkaufen gehen mit einem Handy?


Die Erfüllung                                                                                                                           23.03.2016

 

 

Jedes Glücksgefühl, das wohl alle mal erlebt haben, nährt sich aus der Erfüllung. Diese ist das Resultat von der Befriedung einer Situation, in der wir uns befinden. Dazu brauchen wir nicht viel; schon gar nicht all das, was uns als „haben zu müssen- indoktriniert wird.

 

Aber die meisten von uns rennen dem hinterher, weil sie keine Inspirationen mehr bekommen oder erkennen, worin das bestehen soll, was wir wirklich brauchen und wollen.

 

Was wir aber brauchen ist: Es solide, so simpel als möglich und anhaltend zu haben. Überschaubar. Morgen auch noch geltend. Die Zeit gefüllt mit Echtheit. Wie ein betörender Duft, der die Luft durchdringt und die zur belohnenden Normalität wird, wobei es keinen bestimmten Namen haben muss, sondern das Produkt und die Authentizität jedes einzelnen Individuums ist.

 

Die Realität der meisten aber schaut ganz anders aus:

 

Aufgezwungene Muster –geprägt durch Medien und Werbung-, abgefragt durch die Massengesellschaft in der Form des „In seins“, betrogen von Multis und Politikern -belogen für Profit in Form von Geld und Macht-, unsicher in dem, was man sich zu wünschen traut und was man nicht bekommt, wenn man sich irrt.

 

Dabei ist es recht einfach: ICH bin das Zentrum meines Universums; ICH bestimme, was mich glücklich macht; ICH gebe und nehme, ICH trage die Verantwortung für die Qualität meines Lebens. Da bin erst mal ICH, niemand sonst !

 

Wenn das klar ist ( die Schöpfung hat uns doch als Magier geschaffen) und wir erkennen, dass wir nur dem Schein nachjagen, wo Liebe, Menschlichlich- und Ehrlichkeit kaum existieren, dann sollten wir die Verantwortung übernehmen für uns und die uns Anempfohlenen und anfangen, das Leben so einzurichten, dass uns die unsichtbaren Splitter des bösen Windes nicht mehr wirklich ausbremsen, auch wenn sie zu Trilliarden durch die Luft fliegen.

 

Im Kopf geht es los. Da, wo die Bilder entstehen, die ich mir gestatte. Sie öffnen einen Raum in der Zukunft, da, wo es geschehen wird und auf uns wartet: Das erfüllte Leben! Daran werden wir dann den Rest unserer Zeit modellieren dürfen und uns erfreuen am Schönen, das wir anziehen und schaffen. Wo immer das sein mag.

 

Foto: Bolus Camper, USA. Einzelstück


 

 Warum ich schreibe...                                                                                                    Jan. 2016

 

Ich bin nur wie ein Sandkorn am Meeresstrand; Milliarden andere um mich rum und trotzdem erhebe ich meine Stimme. Würden alle Sandkörner nur deshalb schweigen, weil es davon so viele gibt und beleidigt weggehen, gäbe es bald keinen Strand mehr.

Das Beispiel vom Flügelschlag eines Schmetterlings am anderen Ende der Welt kann doch einen Sturm auslösen, besagt die neueste Chaostheorie. Ich möchte gerne etwas auslösen. Ich möchte dazu beitragen, dass diese Welt wieder eine bessere wird; dass sie nicht verkauft, zerstört, ausgenutzt, schlecht behandelt wird, denn ich sitze mit euch allen oben drauf, ohne Chance auf woandershin.

 

Es ist wichtig, die Mechanismen zu kennen, die das Werkzeug des Untergangs sind. Es ist als erstes die Gier, dicht gefolgt von ihrem Bruder Geiz. Sie beide sind der Schlüssel zum erstrebenswertesten aller Bösen Winde, der Macht ! Ja freilich hat es das alles schon gegeben; wir nennen es Geschichte und weil das Wort Geschichte auch sehr variabel ist, haben wir nicht den Respekt, sie als Lehrmeister heranzuziehen. Etwas in uns glaubt doch tatsächlich, wir könnten es diesmal anders machen. Wir (die Einzelnen) könnten es ja tatsächlich, aber die Mehrheit von uns ruft dann doch nach dem Staat, um ihm die Lösung der Probleme zu übertragen. Der Staat aber denkt nicht (fühlen schon gleich gar nicht) und darum werden alle Probleme nur bürokratisch behandelt.

Wagemut oder Intuition sind in der Politik Fremdwörter. Das ist der Grund, warum wir das selbst in die Hand nehmen müssen. Nicht die großen Brocken sondern die kleinen aber so wichtigen Dinge im Nahbereich. Da, wo die Wirkung sofort einsetzt und trägt.

 

Wie sind wir denn eigentlich in diese Bredouille geraten? Es fing doch ganz gut an nach dem Krieg. Über Jahre konnte man nichts bewahren, weil die Dinge schneller zerstört worden waren als man sie wieder aufbauen konnte. Dann kam der Friede und auf einmal blieb das Haus stehen, das die Großeltern bauten. Sie  bauten meist gediegen und passten schwer auf ihre Sachen auf. Die meisten Wohnzimmer waren in Schutzhüllen eingewickelt, die nur zum Sonntagskaffee entfernt wurden. Die Zeichen der Wertigkeit; die Nicht-Verschwendung.

 

Während diese Generation Ruhe, Frieden und Beständigkeit als höchstes Gut ansahen, breitete sich in der Jugend Unzufriedenheit aus, denn sie waren ja nach dem Krieg geboren und hatten keine erster Hand Erfahrungen. Sie zeigten ihr Unverständnis für die Lebensweise der Älteren, indem sie genau das Gegenteil machten. Sie kreierten Beatnix, Hippies, Hipster, Demonstranten, Hardrocker und fuhren nach Indien  und Afghanistan, um die Erleuchtung zu finden, die  ihnen die Standardreligionen nicht anboten. Sie brachten bewusstseinserweiternde Drogen mit und entdeckten sich selbst als Götter.

 

Staat und Gesellschaft versicherten ihnen, dass Ausbildungen sich langfristig auszahlt und die meisten wurden Freizeithippies mit Fachausbildung. Es war eine schöne, lockere Zeit die einen hoffen ließ, man könnte vielleicht ein Staatchen danach ausrichten, das Unsere nämlich. Die alteingesessenen Politiker setzten sich noch überwiegend aus ernst zu nehmenden Menschen zusammen die, wenn sie schon logen, wenigstens die Hand vor den Mund gehalten haben.

 

Bis dann die Großeltern in die Altenheime einrückten und die Jungfamilien viele der Häuschen zu Geld machten. Spätestens jetzt kamen die ersten Wellen von Gier durch die Gesellschaft geschwappt. Auf einmal waren Hunderttausende von Talern da und wenn man sie ausgab, wurden sie halt immer weniger. Die großen Nummern wurden kleiner und die Ängste, was passieren könnte, wenn diese Taler mal ganz wegschrumpfen, machten das Sparen und Geld raffen zur Tugend. Der Neid war des Geizes Nachbar und warf oft die Frage auf, wie zum Geier sich der Andere diesen Mercedes kaufen konnte ohne ärmer zu werden und ich nicht.

 

Hier schließe ich die Rückschau mal und wende mich den letzten Jahren zu. Hier hatten sich –erst unmerklich, dann immer breiter die Globalspieler eingefunden und gleich mit der neuen Variante, mit ALLEM an die Börse zu gehen, 1000% Gewinn zu versprechen. Unsere Geizer sahen darin die große Chance, die fünfstellige  (noch auf Arbeit beruhende) Summe auf dem Anlagekonto zu sechsstelligen zu verwandeln mit null Arbeit, sondern basierend auf geflüsterten Insiderinformationen. So kam eine Hektik auf, die alles verschlang. Den Frieden, die Ehrlichkeit, die Familie, das Familienvermögen und oft auch das Leben. Da sind wir jetzt und es wird immer rasanter. Wir dürfen nicht mehr innehalten zum Nachdenken, denn Politik sowie die Global Player (die „Verzocker“) brauchen das ständige Wachstum, sonst kommt ihr Schneeballsystem kreischend  zum Stehen.

Ja, und dann?

Foto: Claus Debold


Die Zukunft                                                                                                                 

 

Sie hat schon begonnen. Gestern.                                                                          Jan. 2016

 

Wie machen wir es, damit wir fortfahren können, uns auf das Morgen zu freuen? Machen wir es so: Wir freuen uns nach dem Aufwachen, dass es uns gibt und all die Lieben, die uns umgeben. Wenn jemand denkt, da gäbe es keine, irrt er (sie). Vielleicht sind sie gerade nicht zu sehen, aber es gibt sie. Nicht ein einziger Mensch auf dieser Erde ist ungeliebt.

 

Regnet es gerade? Tut ihnen was weh? Ja? Mir tut ständig was weh, aber ich habe gelernt, dass es viel besser auszuhalten ist, wenn man diesem Umstand nicht die Bedeutung beimisst, nach der er schreit. Doch, das geht. Man darf nur nicht aufhören, an dem, was einen umgibt, etwas Gutes und Schönes zu finden. Der frische Duft von Jasmin schlägt den Schmerz im Handgelenk um Längen.

 

Ärgern sie sich über jemand? Vielleicht sogar jemand wichtiges, dem sie nicht auskommen? Stellen sie sich vor, sie wären tot. Garnichts fühlen ist viel schlimmer als sich zu ärgern. Nein, bitte, ich rede nicht bloß so dahin; ich meine es so. Habe ich ständig in Arbeit. Nur so ist es manchmal auszuhalten und natürlich auch durch den Umstand, dass nach jeder Nacht der Tag kommt und nach der schlimmsten Katastrophe die Hilfe.

 

Apropos Hilfe. Ich persönlich fühle mich eingebunden in ein Netzwerk von positiven Feldern, die alles umschließen. Dort wird der innere Hilferuf ausgesendet und andere empfangen diesen intuitiv. Ich glaube sogar, dass es diese Felder sind, welche sie anregen, hier weiterzulesen. Denn wäre es nicht so, wie hätten sie mich sonst finden können in diesem digitalen Dschungel?

 

Das Leben sorgt  dafür, dass sich die richtigen Menschen zur rechten Zeit  am rechten Ort über den Weg laufen. Oder wie haben sie sonst ihren Partner  (ihre Fügung) gefunden?

 

So, wie machen wir es nun?

 

Keinesfalls eine Partei gründen oder eine Glaubensgemeinschaft, keinen definierten Führer hochleben lassen und ihm alle Lösungen abverlangen. Wir machen es selber !!

 

Wir haben doch schon angefangen, im kleinen Rahmen. In der Familie, im Dorf, im Stadtteil. Da müssen wir bewusst dranbleiben und durch Bespiele die Mitmenschen zum Mittun ermuntern.

 

Ich würde mir sogar langfristig eine Gesellschaft wünschen, wo der Staat überwiegend nur lebenserhaltende Serviceaufgaben erfüllt, den Menschen aber ihre volle Eigenverantwortung lässt (Autsch, das wird vielen nicht gefallen).  Selbst dazu müssten wir nicht drastisch weniger Menschen sein, sondern nur mehr Verantwortungsvolle; denen aktiv helfen, die es (noch –oder gar nicht) können.

 

Wir produzieren so viele Ressourcen, dass wir die halbe Welt umsonst mitessen lassen können. Wenn wir dann auch noch aufhören würden, unsere Werte zu verschleudern für Kriege, Gierprojekte und die Ausbeutung, ja dann…sind wir nahe dran. Das alles geht nicht von heute auf morgen, aber die Ansätze dazu müssen wir heute beschließen.

 

Bauern kaufen Maschinen und Saatgut, um Lebensmittel zu produzieren, also wäre es denkbar im Zuge der industriellen Automatisierung, dass der Bürger in einen Industrieroboter investiert und ihn für sich arbeiten lässt. So kann er ein Einkommen erzeugen, das nicht auf seinen speziellen Fähigkeiten beruht, sondern dem Bedarf angepasst werden kann. „Sein“ Roboter muss auch durchaus nicht innerhalb seines Lebensraumes angesiedelt sein, sondern er kann da arbeiten, wo er gebraucht wird. Wenn dieses System  –das ja heute schon existiert, nur ist es in den Händen der Konzerne-  sich weltweit und paritätisch verbreitet, wäre auch die Verwaltung desselben nicht mehr Gewinn- sondern Zweckorientiert. Wir zahlen nicht mehr in eine Versicherung ein oder Steuern, sondern investieren unser Kapital zum Nutzen aller.

 

Mit  zunehmender Freiheit  könnten wir unsere Handlungen mit Überlegung planen, anstatt von den prognostizierten Katastrophen immer schneller vorwärts gepeitscht zu werden; dann wären wir da, wo ein sinnvoll geplantes Leben anfängt. Wo man mit Überlegung handelt, nicht mit Hetze und Panik.

 

Die Asylanten. Ein Reizthema und das mit Berechtigung. Jetzt sind es noch Menschen, die in ihrer Heimat nicht mehr leben können, weil der Machtwahn ihrer jeweiligen Regierung, die Ausbeutung durch die Konzerne (die wir mit unserem Billiger-Kaufrausch fördern)  oder die oft eingefädelten Kriege es unmöglich machen. Noch haben wir die Freiheit und Verpflichtung, ihnen zu helfen und unsere Errungenschaften zu teilen, aber die Zeit ist nicht mehr allzu fern, wenn aus Asylanten Flüchtlingsströme werden. Der erste Auslöser dazu wird die unvermeidbare Klimaänderung sein. Sie kommt viel schneller als befürchtet, weil sie exponentiell  abläuft.

 

Europa heißt der Fleck Erde, der am meisten Sicherheit und Ressourcen bietet. Kanada oder Sibirien haben ähnliche Lebensräume, aber es ist kalt dort. Der größte Teil des bewohnbaren Landes ist schwer oder nicht bewohnbar.  

 

Hierher werden alle wollen. Nur: Da sind ja schon wir !   Es wird nicht leicht werden und wenn es schlecht läuft, bedeutet das: Kampf um das Unsere.

 

Wir könnten jetzt schon anfangen, diesen Umstand einzubauen in die Überlegungen für die nahe Zukunft und nach Möglichkeiten suchen, diese Völkerwanderung zum Nutzen aller zu lenken. Wohlwollen statt Hass . Reden statt kämpfen.

 

Vor Jahren  hatte mich in Mexiko ein jüngerer Mann mit erhobener Machete bedroht und laut gerufen: „Geeb me yoor monie“ Ich war mehr verblüfft als erschrocken und fragte ihn, ob das ein Überfall sei und wenn ja, warum? Er sagte, er habe vier Kinder und wüsste nicht mehr, wie er sie ernähren könnte und ich hätte doch bestimmt viel Geld, wenn ich da am helllichten Tag in der Hängematte liegen kann. Ich fragte ihn, was er denn bräuchte, damit es weitergeht und er sagte, dass ihm 200 Pesos genügen würden. Es endete damit, dass wir kaltes Wasser zusammen tranken, ich ihm 500 Pesos gab und er mir gestand, dass ihm vor Angst fast schlecht geworden war, weil er sowas noch nie gemacht hatte. Ich musste an meinem Fahrzeug arbeiten und er half mir dabei die nächsten zwei Tage dabei. Ohne zweite Hand hätte ich es nicht hingekriegt.

 Ich erzähle diese Geschichte nicht, weil ich denke, dass ich ein Held bin, sondern weil sie zeigt, dass das Unerwartete jederzeit passieren kann. 

Heute habe ich einen Bettler aus Ungarn, der an die Türe kam und sagte, er habe Hunger, mit einer Dose Ravioli abgespeist und ich war auch sonst recht barsch zu ihm. Nun plagt mich das schlechte Gewissen ob meiner Gefühllosigkeit, obwohl ich fast sicher bin, dass er mit einer Bettlergang in unser Dorf kam. Das zeigt mir, dass alle meine guten Vorsätze immer parat sein müssen, sonst gehe ich fehl, wenn es darauf ankommt. Das Schicksal kommt fast immer überraschend daher.

 

 

 

 

   

Foto: Claus Debold  Isla "Holbox", Quintana Roo, Mexico